Suurhuser Hammrich

Südöstlich von Suurhusen liegt der Suurhuser Hammrich, durch den der größtenteils unbefestigte Hammrichweg verläuft. Dieser Weg ist schon sehr alt und verläuft in etwa parallel zum Tütelborger Weg, mit dem zusammen sich eine schöne Rundwandermöglichkeit ergibt. Aber auch mit einem entsprechend geeigneten Fahrrad kann man den Weg z.B. für eine Tour rund um Suurhusen nutzen.

Interessant sind neben der typischen Flora und Fauna die zahlreichen Hügel, bei denen es sich um Reste sehr alter Warfen handelt. Die Namen finden sich in der Flurnamensammlung Ostfriesland, wo sich beispielsweise Flurstücke namens An Koopmanns Warf oder Hinterm Warf finden. Die höchste Erhebung, direkt am Hammrichweg, liegt etwa 2 Meter über der Umgebung und heißt schlicht Warf. In der Vergangenheit gab es in dieser Gegend etliche früh- und spätmittelalterliche Funde, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen.

Die Fotos stammen von einer kurzen Radtour im September 2017 von Marienwehr durch den Hammrich nach Loppersum, dort über den Radweg an der Bahn nach Suurhusen und über den Emder Stadtwald und Tholenswehr zurück.

Karte: Rundwanderung

Karte: Radtour

Bildergalerie

Updates: Mehr Bilder, größere Bilder, Karten

Bei einigen älteren Tourenbeschreibungen gab es bislang nur kleine Bildchen. Diese wurden nun überarbeitet und so sind jetzt alle Fotos durch Klick vergrößerbar.

Außerdem wurde der Lago Maggiore-Bericht vergrößert und auf mehrere Unterseiten verteilt.

Nicht zuletzt gibt es jetzt für alle Touren eine Kartenübersicht auf Openstreetmap.

Viele Spaß!

Neophyten im Ihlower Wald (2017)

Neophyten (wörtlich aus dem griechischen übersetzt: Neu-Pflanzen) sind Pflanzen, die sich dauerhaft in einem Lebensraum etabliert haben, in dem sie vorher nicht heimisch waren. Dazu gehören neben den typischen Kulturpflanzen wie Kartoffeln und Mais auch Bäume wie die Rosskastanie oder die Robinie. Viele Arten verhalten sich unproblematisch, einige jedoch verbreiten sich aggressiv und stellen eine Gefahr für die heimische Pflanzenwelt dar. Bekannt sind zum Beispiel die giftige Herkulesstaude und die hochallergene Ambrosie.

Eine kurze Wanderung durch den Ihlower Forst im Spätsommer 2017 zeigt, wie stark sich einige Arten hier mittlerweile verbreitet haben. Während z.B. noch vor wenigen Jahren das Drüsige Springkraut nur an einzelnen Stellen zu finden war, sind mittlerweile die Ufer des Krummen Tiefs wie auch andere feuchte Waldgebiete mit dem Kraut übersät. Auch der Japanische Staudenknöterich überwuchert große Bereiche an den Wasserläufen und lässt heimischen Arten keine Chance.

Während der Knöterich durch sein extrem schnelles Wachstum andere Pflanzen einfach überwuchert und auch durch Abmähen nicht zu bremsen ist, wird das Springkraut durch seine orchideenartige Blüten mit starker Nektarproduktion gerne von Bienen und Hummeln angenommen, heimische Arten werden nur noch selten angeflogen und bestäubt. Zudem verbreitet dich der Samen durch Explosion der Frucht (Hygroballochorie) gleich mehrere Meter weit.

Nur wo der Wald ein geschlossenes Dach bildet, hält sich der Bewuchs in Grenzen.