Moor Brockzetel

Brockzetel

Die Moore bei Brockzetel

Brockzetel ist ein Stadtteil von Aurich und mit etwa 21 Einwohnern pro Quadratkilometer der am dünnsten besiedelte Ortsteil Aurichs. Brockzetel liegt auf dem Geestrücken und ist von etlichen ehemaligen Hochmooren umgeben.

Historische Karte von 1912

Eine erste Nennung des Ortes als „Broickzetell“ stammt aus dem Jahre 1497. Der Name wird als eine Zusammensetzung aus „Brook“ für Bruch oder Gebüsch und „Setel“ als Niederlassung und wird als eine „Niederlassung im Sumpf“ interpretiert.

In der Nähe gab es vor etwa hundert Jahren noch die mittlerweile versandeten und ausgetrockneten Binnenmeere Brockzeteler Meer, Grasmeer, Düvelsmeer und Flachsmeer. Das ehemals etwa 30 ha große Brockzeteler Meer trocknete in der ab ca. 1930 durch die Verbindung zum Ems-Jade-Kanal (Meerschlot) allmählich aus. Anschließend wurde es militärisch genutzt. 1941 wurde auf dem ebenen ehemaligen Meerboden mit dem Bau einer Landebahn begonnen, nach Kriegsende wurde es zur Radarstellung mit riesigen Bunkeranlagen ausgebaut und bis 2010 von der Bundeswehr genutzt. Die Landebahn ist heute ein Segelflugplatz.

Moorsee Brockzetel (1994)
Moorsee Brockzetel (1994)

Zwischen der Landstraße und dem Ems-Jade-Kanal gibt es etliche ehemalige Moore, die zum Teil wiedervernässt werden und jetzt unter Naturschutz stehen (180 ha). Hier findet man eine vielfältige Tierwelt, bei warmen Wetter sogar Waldeidechsen.

Das Naturschutzgebiet darf nicht außerhalb der Wege betreten werden. Daran sollte man sich tunlichst halten, denn auch heutzutage kann man durchaus noch im Moor versinken. Wobei man im Sumpf für gewöhnlich nicht ertrinkt, da die Dichte vergleichsweise hoch ist. Unterkühlung ist da eher das Problem.

Weiter Einzelheiten gibt es auf der Seite des Naturschutzgebietes Brockzeteler Moor.

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