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Die Kantjeburg

…und andere „Lost Places“ im Arler Hammrich

Der Westerender und der Arler Hammrich bilden eine recht große, kaum besiedelte landwirtschaftlich genutzte Fläche, die von der Museumsbahn durchkreuzt wird.

Inmitten dieser Gegend findet man auf aktuellen wie auch historischen Karten die „Kantjeburg“ in der Nähe des Kibbelschloots. Um 1812 wurde sie „Kaantjeborg“, um 1852 „Kraanteburg“ genannt (Quelle). Der Name dieses einst großen Hofes soll daher stammen, dass er bei hohem Wasserstand nur mit dem Kahn erreichbar war. Klingt spannend – was ist davon noch vorhanden?

Auf dem „Müntjehelmer“ (der Name ist von den Mönchen des Klosters Coldinne abgeleitet, die dort einen Hof mit Ländereien bewirtschafteten) geht es zunächst über die Museumsbahn, bis nach zwei Kehren das Ende das Weges erreicht ist. Auf den ersten Blick sieht es hier aus wie auf einem Lagerplatz. Rundballen stapeln sich in großer Menge, kaputte Dachziegel und anderer Abfall liegen auf einem Haufen, große Teile haben einen zugewachsenen Betonuntergrund. Aus einigen Rundballen und einem alten Holztor wurde offensichtlich eine Schießscheibe gebaut – durchsiebt von Löchern.

Insgesamt liegt das Areal jedoch etwas höher als die Umgebung. Am Rande finden sich Ziegel, Mauerreste und bei näherer Suche auch Teile eines Schornsteins. Ansonsten erinnert leider nicht mehr viel an den Hof.

Einige Kilometer entfernt jedoch stehen noch Reste eines kleinen Hofes von 1900. Wie bei den meisten Höfen ist der hintere Teil bereits eingestürzt, der vordere Teil lässt noch die Schönheit dieser für Ostfriesland so typischen Häuser erahnen. Wie bei allen verlassenen (und einsturzgefährdeten!) Plätzen gibt es nur ein paar flüchtige Fotos von außen.

In der Nähe lädt noch einmal der Dreescher Wald zu einem Besuch ein, dann ist es auch schon Abend.

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