Leybuchtsiel und Störtebekerkanal

Die neue Verbindung Norden – Greetsiel

Das Norder Tief hat schon eine bewegte Geschichte hinter sich. Bis Juli 1929 mündete es als Norder Außentief ohne Siel in die Leybucht und stellte damit eine direkte Verbindung zwischen Nordsee und Norder Hafen dar. Allerdings war die enorme Verschlickung nicht mehr in den Griff zu bekommen, so dass man sich entschloss, den Mündungsbereich einzudeichen und mit einem Siel zu versehen.

Schleuse Leybuchtsiel
Schleuse Leybuchtsiel

Durch weitere Verlandung der Leybucht wurde die Entwässerung durch das Siel alleine durch die Gezeiten immer problematischer. 1962 entschloss man sich daher, ein Schöpfwerk neben dem Siel zu bauen. Aber auch das war bereits 30 Jahre später nicht mehr in der Lage, das Gebiet zu entwässern, zu stark verlandete die Leybucht. Auch das Wattfahrwasser durch die Leybucht konnte kaum noch genutzt werden.

Da eine geplante Eindeichung der gesamten Leybucht vor allem aus Naturschutzgründen nicht durchgeführt werden konnte, wurde eine andere Lösung realisiert, bei der ein Siel am Ende einer künstlichen Halbinsel (Leyhörn) angelegt wurde. Diese eingedeichte Halbinsel umschließt ein Speicherbecken, in das mit dem Bau des Störtebekerkanals nun das Norder Tief entwässert. Damit ist Norden nun wieder für Sportboote von der Nordsee aus erreichbar. Zuvor war es nicht möglich, aus den Gewässern der Krummhörn auf Binnenwasserwegen nach Norden zu gelangen.

Direkt bei der Schleuse gibt es eine Paddel- und Pedalstation.

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