Südlich von Bockhorn im Landkreis Friesland liegt das 320 ha große Naturschutzgebiet Bockhorner Moor. Hier, am Geestrand der Friesischen Wehde, bildete sich nach der letzten Eiszeit über Jahrtausende ein mächtiges Hoormoor.
Vergleichsweise kurz war dagegen die Zeit des Torfabbaus durch den Menschen. Im 18. Jahrhundert wurde das Bockhorner Moor, auf der Ostfriesland-Karte von Le Coq (1815) noch „Hohes Moor“ genannt, trockengelegt und bis 1994 abgetorft. Holz gab es hier nur wenig, daher diente getrockneter Torf als Brennstoff. Nur wenige Hochmoorflächen sind erhalten geblieben und wurden 1986 unter Naturschutz gestellt. Trotz Wiedervernässung ist das Gebiet vom ursprünglichen Zustand weit entfernt, die Natur hat sich jedoch das Gebiet zurück erobert und bietet eine Heimat für seltene Tiere und Pflanzen wie der Mond-Azurjungfer (eine Libellenart) oder dem Sonnentau, einer fleischfressenden Pflanze. Auch die wilde Preiselbeere wächst an den Wegen.
Das Gebiet darf nur auf den gekennzeichneten Wegen betreten werden. Dabei handelt es sich um aufgeschüttete Dämme, die zumeist noch aus der Zeit des Abbaus stammen. Festes Schuhwerk ist ebenso ratsam wie geschlossene Kleidung, es gibt sehr viele Zecken.
An das Moor grenzt im Südwesten ein kleiner Wald, der als Vorbusch und Hinterbusch bezeichnet wird. Es handelt sich um einen artenreichen Mischwald, der forstwirtschaftlich genutzt, aber in einigen Bereichen weitgehend sich selbst überlassen wird. Er ist über 100 Jahre alt und wird als Bauernwald bezeichnet.
Die folgende Tour führt zunächst quer durch den Wald und anschließend auf den zum Teil unbefestigten Wegen durch das Moor. Dabei rette ich noch eine Handvoll Frösche, die in einem großen Plastikbecken gefangen waren.


































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