Schöne Backsteinbrücke.

Westerender Ehe

...mit Inselchen...
Renaturierte Westerender Ehe

Die Westerender Ehe (Ee, Ea, Ehe, Aa = fließendes kleines Gewässer) bietet die Möglichkeit zu einem interessanten Rundkurs vom Mittelhaus am Ems-Jade-Kanal (EJK) bis Westerende und zurück. Die Richtung sollte man dem Wind überlassen – Gegenwind auf dem EJK ist unangenehmer als auf der Ehe, im Oberlauf hat die Ehe allerdings auch etwas Strömung. Die Westerender Ehe mündete ursprünglich als Unterlauf der Sandhorster Ehe in die Ems. Durch den Bau des EJK und des Ringkanals wurde die Verbindung jedoch unterbrochen, die Sandhorster Ehe endet in den Ringkanal, die Westerender Ehe mündet jetzt in den künstlich angelegten Randkanal und weiter in das Große und Kleine Meer. Im Oberlauf zeugen Kieselsteine von der Eiszeitlichen Vergangenheit, bei Mittelhaus wurde sogar ein Feuersteinbeil aus der Einzelgrabkultur gefunden. Neben dem EJK am Mittelhaus wurde kürzlich auch ein kleines Biotop angelegt, einen Unterstand gibt es ebenfalls.

Im Sommer 2008 begann das Projekt „Umgestaltung und Verlegung der Westerender Ehe„. Das Nebengewässer des Ems-Jade-Kanals erhält an dessen Nordufer auf einer Länge von 2,5 Kilometern ein neues Flussbett – mit Flachwasserzonen, Inseln und Seitenarmen. Das Projekt kostete rund vier Millionen Euro. Dabei wurden die Muscheln umgesiedelt und später wieder zurück in die Ehe gesetzt. Der alte Arm der Ehe wurde verfüllt, um die Deiche am Ems-Jade-Kanal erhöhen zu können. Daher kann die Beschreibung weiter unten an einigen Stellen nicht mehr aktuell sein. Verfahren kann man sich aber nicht.

Die Sandhorster Ehe kann vom Ringkanal aus ebenfalls bis etwa zur Bundesstraße befahren werden, es gibt jedoch keinen Rundkurs. Die Ehe musste durch die Verbindung zum Ringkanal eingedeicht werden, die Aussicht ist daher nicht berauschend. Die Wasserqualität hat sich in den letzten Jahren jedoch deutlich verbessert.

Der Ringkanal bietet eine Verbindung zum Abelitz-Moordorf-Kanal und damit die Möglichkeit weiterer Rundkurse oder eines Besuches des Moormuseums.

Mittelhaus – Westerende und zurück

Eine günstige Einsatzstelle in die Ehe liegt beim schon erwähnten Mittelhaus, wie die Drehbrücke über den EKJ genannt wird, wobei der Wasserlauf an dieser Stelle noch nicht die eigentliche Ehe ist, sondern der Randkanal. Kurz hinter der Brücke über den Randkanal kommt man ans Wasser, Ungeübte biegen nach ca. 100 Metern Richtung Barstede links (Jülkeweg, Fußweg zum Pumpwerk) ab, um auf einem Sandweg ebenfalls an den Kanal zu kommen.

Man fährt nun durch den teilweise sehr stark verkrauteten Kanal (Seerosen, Pfeilkraut) Richtung NNO, nach ca. 3,5 km bietet sich für Mutige ein weiterer Rundkurs an. Es handelt sich dabei um den Altarm der Westerender Ehe, die hier links als schmale Verbindung zum Hiwkeschloot (Pumpwerk am Randkanal) oder zum Panneschloot / Groen Breike / Breike abzweigt. Wir fahren jedoch geradeaus und befinden uns jetzt auf der Ehe.

Nach zwei weiteren Kilometern, kurz vor einem kleinen Wald auf der linken Seite (hier bietet sich eine Pause an) beginnt der umgebaute Lauf der Ehe.

Im weiteren Verlauf trennt sich die Ehe vom bis dahin parallel verlaufendem EJK und wird zusehends schmaler. Links zweigt das Paulstief Richtung Barstede ab, nur bei echtem Hochwasser befahrbar, eine Sackgasse. Es folgt die Brücke der Landstraße Riepe-Westerende, danach wird es eng. Rechts liegt noch ein von Bäumen umsäumter Kolk (Privatbesitz). Bei Hochwasser kommt man über Staustufen bis Westerende-Kirchloog und weiter bis zum Ringkanal (Brücken müssen z.T. umtragen werden), bei Niedrigwasser muss man umtragen, entweder zum Ringkanal oder in Höhe des Kolks zum EJK.

Auf dem Ringkanal Richtung SO geht es jetzt zum EJK, rechts abbiegen. Richtung SWW geht es unter der Brücke in Westerende hindurch (danach auf der rechten Seite mehrere kleine Wälder, z.T. mit kleinen Seen) etwa 2 km zum Bangsteder Verlaat, einer Klappbrücke über den EJK. Dort liegt auch ein kleines Gewerbegebiet mit Mini-Hafen und Windmühle, weithin sichtbar als Orientierungspunkt. Man kann hier umtragen in den Ridding, der durch Ochtelbur und Riepe eine Verbindung zum Fehntjer Tief darstellt und so auch größere Rundkurse ermöglicht.

Die letzte Strecke führt auf dem EJK wieder zurück zum Mittelhaus. Die Strecke ist recht eintönig, aber wer gut geplant hat genießt jetzt den Rückenwind…

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