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Ems - rund um den Hatzumer Sand
Der Hatzumer Sand ist neben dem Bingumer Sand ein der beiden letzten verbliebenen Inseln der Unterems. Die Insel ist unbewohnt und wird auch nicht bewirtschaftet, daher wird sie von zahlreichen Vögeln gerne als Brutgebiet genutzt, zumal die Insel Schutz vor Bodenfeinden wie Fuchs oder Wiesel gibt. Zur Fahrwasserseite ist die Insel mit Steinwerk befestigt, auf der anderen Seite gibt es nur Schlickufer. Für Kajakfahrer interessant ist die kleinere Emsarm: bei entsprechenden Windverhältnissen (auflaufendes Wasser: Südostwind, ablaufendes Wasser: Nordwestwind) bauen sich hier stehende Wellen auf, auf denen man ein wenig surfen kann. Die Tour beginnt in Oldersum, beim Anleger des Yacht-Clubs Unterems. Das Tor ist offen, also frage ich höflich, on ich den Anleger zum Einsetzen nutzen kann. Ein freundlicher Skipper erlaubt mir dies, also lege ich schon mal das Kajak auf den Steg und hole die anderen Sachen. Auf dem Rückweg läuft ein älteres Ehepaar vor mir und zieht das Tor zu - ich komme nicht mehr zum Kajak. Rufend mache ich auf mich aufmerksam, der freundliche Skipper ist schon ausgelaufen, die Frau kommt langsam zurück. Ich erkläre die Situation und das Tor wird geöffnet - Das Tor ist aber normalerweise immer zu! lautet der Kommentar. Ich packe schnell meine Sachen ins Boot und fahre los. Falls das Tor geschlossen ist, kann man auch direkt am Ufer einsetzen, allerdings muss man wegen der Steindecke sehr vorsichtig sein. Mit auflaufendem Wasser geht es zum Hatzumer Sand. Der Wind weht kräftig aus Südost, die Wellen sind kurz und steil. Viele Boote nutzen das auflaufende Wasser zur Rückfahrt, es herrscht reger Verkehr. Ich fahre östlich an der Insel vorbei und erkunde dabei einige der tief in die Insel geschnitteten Priele, was nur bei Hochwasser möglich ist. Während der Brut- oder Rastzeit sollte man nicht aussteigen, ohnehin wird die Insel wahrscheinlich bald unter Naturschutz stehen und dann nicht mehr betreten werden dürfen. Am Ende der Insel bauen sich einige stehende Wellen auf, so dass ich ein paar Meter surfen kann. Weiter geht es am Ufer entlang, bis auf der anderen Seite die alte Ziegelei Cramer auftaucht. Jetzt muss die Ems gequert werden, dabei auf eine ausreichend große Lücke im Schiffsverkehr achten. An der Einfahrt zur Midlumer Sielmuhde kann man sogar mit dem Kajak aufsetzen - ein gelbe Boje zeigt die Untiefe an. Der Sielhafen ist ein trockenfallender Sportboothafen an der ehemaligen Ziegelei Cramer und diente vorher als Frachtschiffhafen, um Feuermittel (Kohle) anzuliefern. Die Ziegelei Cramer/Leding ist eine der ältesten Ziegleien im Rheiderland, mehr zur Geschichte und zum geplanten Ziegleimuseum unter Ziegeleimuseum in Midlum. Mittlerweile hat die Ebbe eingesetzt, mit Wind und ablaufendem Wasser geht es zügig zurück nach Oldersum, dieses Mal auf der Fahrwasserseite am Hatzumer Sand vorbei. An der Steganlage frage ich wieder einen Skipper, ob ich dort das Kajak aus dem Wasser holen kann. Kein Problem, heißt es freundlich... Bildergalerie: Ems - rund um den Hatzumer Sand, Teil 1![]() Los geht es in Oldersum... ![]() ...direkt auf die Ems... ![]() ...bei auflaufendem Wasser. ![]() In der Ferne... ![]() ...der Hatzumer Sand... ![]() ...die Nordwestseite. ![]() Auf der Nordostseite... ![]() ...mit Schilfbewuchs... ![]() ...gibt es einige Priele... ![]() ...die man erkunden kann. ![]() Hohes Schilf... ![]() ...hohe Ufer... ![]() ...man sieht nicht viel... ![]() ...stört so aber auch nicht die Vogelwelt. ![]() Bis zum Ende... ![]() ...teste ich nicht, denn... ![]() ...zurück geht es nur rückwärts! ![]() Wieder auf der Ems... ![]() ...vorbei an Coldeborgersiel... ![]() ...mit regem Schifsverkehr... ![]() ...geht es zur alten Ziegelei. ![]() Die zwei Schornsteine... ![]() ...von Cramer... ![]() ...und Leding. ![]() Das Ende am Deich. ![]() Zurück an der Ziegelei vorbei... ![]() ...wieder auf die Ems... ![]() ...bei Hochwasser. ![]() Stellnetze - nicht ungefährlich! ![]() Der Hatzumer Sand von der anderen Seite. ![]() In der Ferne... ![]() ...der Yachthafen... ![]() ...Oldersum, ![]() gerade rechtzeitig. Bildergalerie: Ems - rund um den Hatzumer Sand, Teil 2Etwas später die gleiche Tour noch einmal, diesmal ab Petkum und durch das Sperrwerk bei Gandersum. Das Hochwasser lief an diesem Tag sehr hoch auf - der Hatzumer Sand wurde geflutet. Bei der schon erwähnten Zieglei Cramer im Midlumer Vorland gibt es mehrere Teiche, die als Kompensation für Emsvertiefung und Sperrwerk angelegt wurden. Ein Seitenarm in der Zufahrt zum Midlumer Hafen ermöglicht eine Besichtigung vom Kajak aus, das Hochwasser läuft über eine Staustufe in die Teiche. Hier noch ein Video (8 MB, Quicktime) vom Midlumer Hafen. ![]() Das Bild hängt schief... ![]() Diesmal geht es... ![]() ...zu zweit... ![]() ...durch das... ![]() ...Emssperrwerk bei Gandersum... ![]() ...sogar durch... ![]() ...das Haupttor... ![]() ...an den Dalben und Plattformen... ![]() ...für Kreuzfahrtschiffe vorbei. ![]() wind, Wasser, Weite... ![]() ...beim Vorland von Midlum. ![]() Mächtige Schilfufer... ![]() ...geflutete Teiche... ![]() ...im Hintergrund die Ziegelei. ![]() Das Hochwasser ist heute... ![]() ...wirklich hoch. ![]() Auch der Hatzumer Sand... ![]() ...steht unter Wasser. ![]() Noch etwas Romantik... ![]() ...vor dem Sperrwerk... ![]() ...und danach. |