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AusrüstungWie bereits in der Einleitung erwähnt, ist das Kajak hervorragend dazu geeignet, die Wasserläufe Ostfrieslands zu erkunden. Daher will ich hier einige Hinweise zur Auswahl des Kajaks und weiterer Ausrüstungsgegenstände geben. Das Kajak![]() Westgroßefehn Es gibt je nach Einsatzgebiet viele verschiedene Kajaktypen, zum Beispiel:
Das ein Wildwasserkajak in Ostfriesland eher fehl am Platze ist, wird jeder einsehen. Wie sieht es aber mit den anderen Typen aus? Das typische Wanderkajak ist etwa zwischen 420 und 500 cm lang, hat eine große Luke und kann mit einer Steuerung ausgerüstet werden. Dieser Typ ist ideal für das Ostfriesische Binnenland: Wildwasser ist nicht zu befürchten, man kann leicht ein- und aussteigen und tragen kann man es auch noch. Die Geschwindigkeit ist hoch genug und geht noch nicht zu Lasten der Wendigkeit. Alles in allem also ein "Universalboot" für die meisten Zwecke. Auch leichtes Küstenpaddeln auf Ems und Dollart ist möglich. Wer aber nach Borkum fahren will, sollte sich jedoch ein echtes Seekajak zulegen. Das Seekajak ist - wie der Name vermuten lässt - ideal für die Ostfriesischen Salzwasserreviere, seien es die Unterläufe von Leda, Jümme und Ems oder der Dollart und das Ostfriesische Wattenmeer. Seekajaks sind lang (480 bis etwa 580 cm, "Länge läuft" aber "Kürze kurvt!"), teilweise sehr schmal und haben meist ein kleines Cockpit, wodurch sie optimal auf die Bedürfnisse "außendeichs" angepasst sind. Weitere Informationen zu diesem Typ gibt es beim DKV. Zum Befahren kleinerer Wasserläufe mit häufigem Aussteigen und Umtragen sind sie jedoch weniger geeignet, unter der Länge leidet die Wendigkeit, die kleine Luke erschwert das Ein- und Aussteigen und leicht sind sie auch nicht mehr. Faltboote haben den großen Vorteil, dass sie zerlegbar sind und so, wenn auch mit Mühen, beispielsweise im Zug oder auf größeren Schiffen transportiert werden können. Dass man damit auch die Welt erkunden kann, hat Herbert Rittlinger bereits vor mehr als 50 Jahren gezeigt. Man muss jedoch sorgsamer damit umgehen, ein Riss ist ärgerlich und schnell passiert. Auf Sonderkonstruktionen will ich hier nicht eingehen - wer so etwas haben will, kennt sich normalerweise bereits gut in diesem Bereich aus. Alle Boote sollten jedoch unsinkbar sein, sei es duch Abschottung, Kenter- oder Spitzenbeutel, Ausschäumung oder andere bauliche Maßnahmen. Ich selber fahre einen Wandereiner, mit selbst gebauter Steuerung, Kompasshaltung und umlaufender Sicherheitsleine sowie ein Seekajak. ZubehörZunächst braucht man natürlich ein Paddel. Auch hier gibt es schon wieder viele verschiedene Arten, stabil sollte es auf jeden Fall sein. Teilbare Paddel haben Vorteile in flachem Wasser (verwendbar als "Skistock") und beim Umtragen (leichter verstaubar), unteilbare sind stabiler und besser für das Seekajakfahren geeignet. Eine Signalfarbe auf See ist auch eine gute Idee. Für das Seekajak nutze ich ausschließlich ein Grönlandpaddel von Avatak sowie ein selbstgebautes kurzes Sturmpaddel als Ersatzpaddel. Weitere wissenschaftliche Betrachtungen gibt es beim DKV. Auch eine Spritzdecke sollte immer dabei sein, sofern man nicht gerade im Hochsommer bei strahlendem Sonnenschein binnendeichs paddelt. Seekajakfahrer und Kinder sollten auf jeden Fall eine Rettungsweste anhaben, evtl. je nach Witterung und Revier auch einen Trockenanzug! Ansonsten, mehr oder weniger wichtig:
Die TechnikZur allgemeinen Paddeltechnik gibt es viele Webseiten, eine Suchmaschine hilft hier weiter. Neben der allgemeinen Paddeltechnik sollte man das Ein- und Aussteigen sicher beherrschen, auch an schwierigen Ufern. Im Boot hocken oder stehen zu können, kann durchaus der Übersicht dienen. An kurzen flachen Stellen kann ein teilbares Paddel vorsichtig als Skistock benutzt werden, um weiterzukommen. Bei längeren Strecken über Land kann man das Boot auf Gras hinter sich herziehen, anstatt es zu tragen oder einen Graben zum Treideln verwenden. RundkurseDurch die Möglichkeit, auch kleinste Wasserläufe zu befahren (Faustregel: Paddelbreit und Paddelblatttief), ergeben sich besonders im Marschgebiet unzählige Rundkursmöglichkeiten. Kleinere Strecken über Land können oft durch Ziehen des Kajaks über Wiesen und Weiden überbrückt werden. Je weiter man sich dem Geestrücken nähert, desto schwieriger wird es, da es kaum noch Entwässerungsgräben gibt und die wenigen Wasserläufe nur im Unterlauf miteinander verbunden sind. Man kann sich jedoch mit Inline-Skates helfen, die man leicht im Paddelboot verstauen kann und mit denen man das oft unvermeidliche Auto nachholen kann, sofern ein Weg in der Nähe ist. |