Castelli di Cannero

Ein Tour zu den Castelli di Cannero

Blick zum großen Castello

Die Castelli di Cannero sind Überreste einer alten Burganlage, einst Sitz der berüchtigten Mazzarditi-Brüder, die von hier aus den Lago terrorisierten. Die Visconti zerstörten die alte Burg, zwischen 1519 und 1521 baute Ludovico Borromeo die Rocca Vitaliana, deren Reste heute noch zu sehen sind.

Die Rundtour beginnt in Luino. Im Hafen gibt es direkt am Wasser eine kostenlosen (außer Mittwochs, dann ist der ganze Ort ein Markt) Parkplatz, wo man bequem einsetzen kann, auch wenn man wie ein Alien bestaunt wird. Alternativ gibt es in Germignaga Von hier geht es zunächst in Ufernähe an Luino mit seinen alten Villen vorbei nach Gaggio und Colmegna.

Das Ufer ist steil und felsig, einige winzige Buchten laden zur Pause ein. Weiter geht es nach Maccagno, wo der Giona in den See mündet. Vom Badestrand aus geht es nun bei Ententeich-Bedingungen quer über den Lago. Es ist heiß und fast windstill, der See sieht aus wie Quecksilber. Auf der anderen Seite ladet eine einsame schattige Bucht zur Pause ein.

Weiter geht es zu den drei Inseln vor Cannero. Eine der winzigen Inseln besteht eigentlich nur aus einem bewachsenen Felsblock, die größte der Inseln mit der imposanten Burganlage ist leider seit Jahren Baustelle und gesperrt. Also zur dritten Insel, hier kann man sich einen langsam verfallenden Turm anschauen, der in Deutschland schon längst gesperrt wäre. Die Insel wird hauptsächlich von Möwen und Schwalben bevölkert, die Felsen sind teilweise weiß.

Nach ausgiebiger Mittagspause (in der Hitze bloß nichts überstürzen) geht es weiter nach Cannero, ein beschaulicher Ort mit schönen alten Gassen und Eis in Ufernähe. Ich verzichte auf eine längere Pause und beginne mit der Querung. Nach etwa einem Kilometer sieht man in der Ferne, wie sich das Wasser zu kräuseln beginnt – der Inverna setzt ein. Die Wellen werden höher, der Paddelspaß nimmt zu. Vor Germignaga sind die Wellen hoch genug, um ein paar Meter zu surfen.

Zwischen Germignaga und Luino mündet der Tresa in den See, die durch einen Stausee unterbrochene Verbindung zum Luganer See. Das Wasser ist flach, die Mündung wird gerne von Anglern genutzt. Von hier ist es nicht mehr weit zur Einsetzstelle, der erste Ausflug auf dem Lago ist zu Ende.

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Karte

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