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Basteltipps - pimp your Kajak!Ein paar Tipps und Tricks zum Selberbasteln. Natürlich ohne Gewähr! Paddelsicherung![]() Der Bau ist einfach: 6 oder 8 mm Gummileine aus dem Baumarkt (aber gute Qualität!), an den Enden Schlaufe binden, in dieser Schlaufe ist eine durchbohrte Holzkugel (Buche, Baumarkt 20 cent, in Holzöl konservieren). Eine Seite ans Paddel (Kugel um den Schaft in die Schlaufe), die andere Seite entweder ums Handgelenk oder unter die Decksleinen/-gummis klemmen. Alternativ auch mit Karabiner auf der Bootsseite. Wozu? Damit das Paddel bei rauhem Wetter nicht verlorengeht. Ohne Paddel auf See sieht es schlecht aus, ein Ersatzpaddel sollte man zusätzlich dabeihaben. Gummileine franst aus![]() Egal ob Decksgummis oder Paddelsicherung (s.o.): das abgeschnittene Gummiseil kann man nicht mit dem Feuerzeug anschmelzen, um ein Ausfransen zu verhindern. Auch Klebeband oder Tesafilm hält nicht sehr lange. Abhilfe kommt aus dem Elektronik-Bastelladen: 2 cm Schrumpfschlauch draufschieben, ein paar Millimeter überstehen lassen, Heißluftgebläse oder Fön an, fertig. Sauber und dauerhaft. Schottwand versetzen?![]() Wenn die Fußrasten stören, aber ein Verlegen der vorderen Schottwand zu aufwändig ist, hilft ein passgerecht zugeschnittener Block aus Minicell (gibt's z.B. bei Gadermann). Die grobe Form kann man sich mit einem Draht außen am Kajak zurechtbiegen und danach das Minicell zurechtsägen. Feinarbeiten sind mit der Raspel möglich. Etwas Heißluft entfernt die Schnipsel - aber Vorsicht, nicht zu heiß! Stramm sitzend, muss es nichtmal verklebt werden. Die Aussparung unten sorgt für ablaufendes Wasser. Bequem für die Füße ist es auch... Toggle fixieren![]() Der Toggle (Halteknauf) dient dazu, sich auch bei Wellengang bei einem Ausstieg am Boot festhalten zu können. Er muss so beschaffen sein, das sich das Boot frei drehen kann, ohne die Finger zu zerquetschen, also ordentlich lang sein und so weit außen wie möglich montiert sein. Leider schlägt so das Ding bei etwas Welle andauernd ans Boot. Abhilfe schafft mal wieder etwas Gummileine mit einer Holzkugel, die einfach (locker, nicht stramm anziehen!) unter die Decksleine geklemmt wird. Dadurch kann man sich erstmal gut festhalten, notfalls auch das Gummi sehr einfach ganz lösen. Kompassmulde fehlt?![]() Ein Kompass ist trotz GPS ein Muss beim Seekajakfahren. Einige Boote haben dafür extra eine Mulde, in die meist ein Silva 70P eingebaut wird. Wer keine Mulde hat und auch sonst auf dem Deck keine geeignete Stelle findet, kann dafür jedoch den vorderen Lukendeckel verwenden. Die Lukendeckel von Kajaksport oder VCP sind stabil genug, um den Silva 85 zu montieren. Dazu werden vorsichtig vier winzige Locher gebohrt und der Kompass mit Edelstahschrauben und -unterlegscheiben auf beiden Seiten der Luke montiert. Ist wasserdicht und hält. Außerdem ist der Kompass besser zu sehen, da er größer als der 70P und näher am Cockpit moniert ist. Zwei Markierungen erleichtern das Ausrichten des Deckels, da sie vorne oft rund sind. Und für Fahrten, wo man ihn nicht braucht, nimmt man einfach einen anderen Deckel (alternativ kann man auch eine Schneekugel montieren - bei jeder Rolle schneits...). Bei der Gelegenheit: Wozu dienen eigentlich die Kugeln auf den Decksleinen? Ganz einfach, um z.B. ein Paddel problemlos darunter schieben zu können. Die Kugel hebt das Gummiseil etwas an, dadurch erspart man sich ein ewiges Gefummel. Auch wenn es keine 2 Meter entfernt ist: sitzt man im Boot, kommt man nicht heran, um das Band anzuheben. Ein Loch ist im Eimer...![]() Ein gut passender GfK-Sitz ist stabil und schnell wieder trocken. Noch schneller geht es, wenn man an der tiefsten Stelle (oder den tiefsten Stellen) ein 10 mm - Loch bohrt, damit das Wasser ablaufen kann. Die Ränder gut entgraten, damit keine Glasfaser stört. Achtung: nicht bei Schaumstoffsitzen! Kamerastativ für lau![]() Eigentlich kein Stativ, sondern nur eine Halterung, bebastelt aus einem Rest Minicell (anderer Schaum geht auch, wenn stabil genug - kein Styropor...). Man schnitzt eine Mulde ins Minicell, in die die Kamera stramm hineinpasst, aber so, dass das Objektiv nicht verdeckt wird. Außerdem eine weitere schmale Mulde, in die ein Decksgummi (z.B. Kartenhalterung) geklemmt wird. Fehlt noch ein Loch für die Kameraschlaufe - fertig. Damit ist die (hoffentliche wasserdichte) Kamera gleichzeitg unsinkbar. Wenn es zur Sache geht (Brandung etc.), sollte man die Schlaufe auch um das Decksgummi ziehen, in der Brandung findet man nichts wieder. Namensschild![]() Wer "zur See" fährt, muss laut Gesetz ein Schild mit Namen und Adresse sichtbar am/im Boot angebracht haben. Ein einfacher Aufkleber reicht, hält aber im Salzwasser oft nicht dauerhaft. Als erste Maßnahme kann man den Namenszettel mit einem Laminiergerät in Folie einlaminieren (eine Maßnahme, die sich auch gut für Seekarten eignet) und dann einkleben. Wer es dauerhaft will, kann es auch mit Epoxidharz und einer dünnen Glasfasermatte (kein dickes Gewebe, sonst erkennt man nichts mehr) einlaminieren. Das hält. Beim Laminieren mit Epoxyd-Harz muss das Mischungsverhältnis exakt stimmen. Bei solch kleinen Mengen eignen sich kleine Einmalspritzen aus der Apotheke zum Abmessen. |